sshfs – ein Dateisystem Client der auf ssh basiert

sshfs ermoeglicht das Einbinden von Dateisystemen entfernter Rechner via ssh Protokoll.

Der Vorteil gegenueber einer ssh Shell ist dass man damit Dateien und Verzeichnisse auf dem entfernten Rechner editieren, kopieren und Verschieben kann. Genau so wie man es auf einem lokalen Dateisystem machen wuerde. Auf dem lokalen Rechner nutzt sshfs das fuse Kernel Modul. Das ermoeglicht das Einbinden eines Dateisystems mit normalen Benutzerrechten. Diese Einbinden erfolgt fuer den Benutzer vollkommen transparent, er kann auf das Dateisystem des remote Hosts zugreifen als waere er ein Teil des lokalen Dateisystems. Auf dem remote Computer wird dafuer das sftp Subsystem von SSH benutzt. Das ist bei den meisten SSH Servern wie z.b Openssh dabei , auf manchen Systemen sind extra Pakete erforderlich so es diese den gibt. Fuer den auf Vmware ESXi verwendeten DropBear Server gibt es bisher keines.

Installation von fuse und sshfs per aptitude


Wenn sshfs mit Aptitude ausgewaehlt und installiert wird dann installiert aptitude das von sshfs benoetigte fuse Paket gleich mit wenn fuse noch nicht auf dem System vorhanden ist. Danach ist die Benutzergruppe fuse auf dem System vorhanden aber sie hat noch keine Mitglieder. Die Benutzer die sshfs und andere fuse Applicationen benutzen sollen muessen der Benutzergruppe manuell hinzugefuegt werden. Wichtig: Aenderungen der Gruppenzugehoerigkeit werden erst nach erneutem Einloggen aktiv. Die Gruppenzugehoerigkeit eines Benutzers kann mit dem Befehl:
id
ueberprueft werden.

Wenn beim Start von sshfs eine Meldung wie diese erscheint:
„fuse: failed to open /dev/fuse: Permission denied“
dann muessen die Zugriffsrechte auf das Device /dev/fuse noch angepasst werden. z.b mit
chown root:fuse /dev/fuse
chmod 660 /dev/fuse
Danach kann mittels:
sshfs max@192.168.100.101:/ /home/max/mnt
die Verbindung aufgebaut werden. Nach dem Verbindungsaufbau ist es moeglich die sshfs Verbindung mit dem:
df
Kommando Anzuzeigen.
Das Verzeichniss /home/max/mnt muss bereits angelegt worden sein.

Die Verbindung wieder abbauen kann man mit:
fusermount -u /home/max/mnt
Ueberpruefen kann man den Erfolg des Kommandos wiederum mit dem:
df
Kommando